Koran-Konformes Investment durch Islamic Banking

DE_German_A2A_4_90_468x60

Islamic Banking - Die klassischen Anlageformen des Islamic Banking.

Die Anlageformen im Islamic Banking sind teilweise mit den Möglichkeiten vergleichbar, die wir auch in Deutschland haben, andererseits werden viele Dinge auch ganz anders gehandhabt. Grund ist der Koran, auf den sich das Islamic Banking stützt und der gewisse Anlageformen (Zinsen, Versicherungen) verbietet. Deswegen möchten wir hier die besonderen Anlageformen im Islamic Banking vorstellen.

Ijara (Islamisches Leasing)

Ijara könnte man gleichsetzen mit unseren allseits bekannten Leasingverträgen. Ob ein Auto, ein Computer oder sonst ein Gegenstand, wenn man sich diesen zulegen möchte, dann ist Ijara die Möglichkeit, sich den Gegenstand zu finanzieren, ohne ihn kaufen zu müssen. Das heißt, man mietet ihn sich. Dafür wird eine Pacht oder Miete zwischen den beiden Vertragsparteien ausgehandelt. Diese wird dann auf eine ebenfalls festgelegte Zeit regelmäßig gezahlt. Der Kunde kann den Gegenstand jederzeit gegen eine Sonderzahlung erwerben – und das auch noch vor dem Auslaufen des eigentlichen Vertrags.

Takaful (Islamische Versicherung)

Unter Takaful versteht man ein Konzept für eine islamische Versicherung. Jedoch nicht wie bei uns, dass man seine Versicherungsbeiträge der Versicherung zur Verfügung stellt, sondern hier steht das gemeinsame Wohl im Vordergrund. Auf Basis des Koran und der Sunnah existiert dieses Konzept schon 1400 Jahre lang. Die Versicherungsnehmer kommen dabei für andere Versicherungsnehmer auf, die sich in einer Notlage befinden. Die Versicherung selbst bekommt davon lediglich eine Bearbeitungsgebühr. Werden Gewinne erwirtschaftet, also zu viel eingezahlt, als benötigt wird, werden diese Gewinne zu gleichen Teilen an die Versicherungsnehmer ausgezahlt, werden Verluste gemacht, muss jeder Versicherungsnehmer ebenfalls zu gleichen Teilen, die Differenz einzahlen.

Mudaraba (Islamische Geschäftsfinanzierung)

Mudaraba könnte man als eine Art Finanzierung eines Geschäftes sehen. Zwei Parteien schließen dabei einen Vertrag. Die eine Partei bringt das Kapital mit, die andere kümmert sich um die Geschäftsführung und alle anfallenden Arbeiten (Herstellung, Verkauf etc.). Die Gewinnverteilung wird dabei vertraglich festgehalten. Sollte das Geschäft Verluste machen, dann trägt diese in der Regel die Bank, die das Kapital bereitstellt (Ausnahme: bei vertragswidrigem Verhalten).

Murabaha (Islamische Autofinanzierung und Hausfinanzierung)

Diese Finanzierungsform könnte man mit unserer Haus- oder Autofinanzierung gleichsetzen. Während man bei uns die Summe für den Gegenstand von der Bank leiht und diese dann mit Zinsen zurückzahlt, kauft beim Murabaha die Bank den Gegenstand und verkauft ihn dann mit einem Risiko- und Wertsteigerungszuschlag an den Kunden. Damit der Kunde sich das aber auch finanziell leisten kann, ist Murabaha mit Ijara verknüpfbar. Man kann den Gegenstand also auch leasen und anschließend erwerben.

Musharaka (Islamischer Gewinn- und Verlustvertrag)

Das Musharaka ist ein Gewinn- und Verlustvertrag, also eine Finanzierung, die von Bank und Kunden gleichermaßen geleistet wird. Das heißt, beide Vertragsparteien erwerben das Projekt zu vertraglich festgelegten Konditionen. Je nachdem wie die Gewinne und Verluste aussehen, werden diese nach den jeweiligen Anteilen am Kapital verteilt.

Werbung